Ernährungspyramide
Die Ernährungspyramide ist ein grafisches Modell zur praxisnahen Vermittlung von Ernährungsregeln. Sie soll Ernährungsempfehlungen für den Verbraucher anschaulich machen und Verhaltensrichtlinien für eine optimierte Lebensmittelauswahl liefern. Eine alternative Darstellungsform ist der Ernährungskreis.
Die ersten grafisch aufbereiteten Ernährungsempfehlungen in Kreisform stammen bereits aus dem 19. Jahrhundert. 1954 erschien in Deutschland der erste dokumentierte Ernährungskreis. Neben den verschiedenen Lebensmitteln enthielt er Angaben zu Energiegehalt, Nährstoffen und Vitaminen. Bei späteren Modellen wurden die Lebensmittel Gruppen zugeordnet. Die Segmentgröße des Kreises bzw. der Pyramide stellt das prozentuale Verhältnis der empfohlenen Verzehrmenge der einzelnen Lebensmittelgruppen zueinander dar.
In den letzten Jahren kam es zu einer regelrechten Flut immer neuer unterschiedlicher Pyramidenmodelle. Die bisherigen Modelle sind meist zweidimensional. Die Basis der Pyramide bilden Lebensmittel, die bevorzugt verzehrt werden sollten. An der Spitze stehen Nahrungsmittel, deren Verzehr nur gelegentlich und in geringer Menge empfohlen wird. Um der zunehmenden Verunsicherung der Verbraucher, ausgelöst durch die große Anzahl unterschiedlicher Ernährungspyramiden und damit Ernährungsempfehlungen gegenzusteuern, entwickelte die Deutsche Gesellschaft für Eränhrung im Frühjahr 2005 ein neues dreidimensionales Modell.
Dazu wurden die Lebensmittel in vier Gruppen eingeteilt:
1. Lebensmittel pflanzlichen Ursprungs
2. Lebensmittel tierischen Ursprungs
3. Speisefette und Öle
4. Getränke
Die Basis bildet ein Ernährungskreis. Die Segmentgröße des Kreises stellt dabei den empfohlenen Mengenanteil der einzelnen Lebensmittelgruppen am täglichen Speiseplan dar. Grundlage bilden die aktuellen Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr und die Ernährungsregeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.
Die dreidimensionale Darstellungsweise berücksichtigt neben den quantitativen (Lebensmittelmenge) auch die qualitativen (ernährungsphysiologischer Wert) Empfehlungen. Die Informationen über die ernährungsphysiologische Qualität der Lebensmittelgruppen werden auf den vier Pyramidenseiten veranschaulicht und die Produkte der einzelnen Gruppen ihrem ernährungsphysiologischen Wert entsprechend angeordnet. Die Einteilung erfolgt vorrangig nach Energie- und Nährstoffdichte. Dabei werden nicht nur empfehlenswerte Lebensmittel einbezogen, sondern allgemein Produkte des täglichen Verzehrs. So wird unter Berücksichtigung aktueller Ernhrungsprobleme wie der Fettsucht und eines veränderten Lebensstils eine individuelle Lebensmittelauswahl möglich. Ziel ist die Sicherstellung eines ausgewogenen Nährstoffverhältnisses und die ausreichende Zufuhr lebensnotwendiger Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente.























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